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All I need | Montagspoesie feat. MusicMonday #84

15 August 2016

Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Ich lehne mich dagegen und schließe die Augen. Die Knochen sind müde und schwer. Der Riemen meiner Tasche gleitet mir aus der Hand, sie fällt zu Boden. Ich nehme einen tiefen Atemzug. Angekommen.

Es tapst auf dem Parkett. Ich muss lächeln und öffne die Augen. Die graugetigerte Eleganz kommt mir neugierig über den Flur entgegen und maunzt fragend. Die bernsteinfarbenen Augen blinzeln mich an, so rein, und können doch nicht verstehen. Meine Hände fahren den schlanken Körper entlang und spüren das samtige Fell. Die flauschigen Wangen kraulen, so mag er es am liebsten.

Ich stelle die Dusche an. Nach kurzem Spucken gibt das Wasser nach und fließt angenehm kühl aus der Leitung auf mich herab. Die Welt verschwindet hinter einem wässrigen Schleier. Vom Scheitel abwärts rinnen die Bäche ins Nichts. Ich sehe ihnen nach. Nehmt meine Gedanken ruhig mit euch.
 

Slow down ODER Das Glück und ich | Gedanken

08 April 2016



Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich, Katharina, mit euch ein wenig über das Thema Glück reden. Was ist Glück? Was macht glücklich? Wer oder was bestimmt, dass man sich glücklich fühlt? Kann man immer glücklich sein? Muss man immer glücklich sein? Reicht nicht auch manchmal einfach nur "zufrieden"?

THE GRASS IS ALWAYS GREENER ON THE OTHER SIDE

Das Wort Glück ist nach meinem Empfinden omnipräsent in unserer Gesellschaft. Jeder muss ständig gut gelaunt sein und immer in allen Lebensbereichen nach Höherem streben, ständig alles "spannend" finden, sich im Beruflichen und Privatem optimieren, äußerlich wie innerlich. Und hast du bei all dem immer ein Lächeln im Gesicht und strotzt nur so vor Energie, dann läuft's scheinbar gut für dich. Man will sich mit dir umgeben, du bist vielleicht ein Vorbild. Das zumindest scheint ein allgegenwärtiger Anspruch von heute. Auf der anderen Seite: Ohne diejenigen, die es scheinbar besser und schneller machen, hätten wir selbst manchmal keinen Anreiz uns irgendwie zu verändern, zu verbessern.

Rein logisch betrachtet kann es so etwas wie "Glück" jedoch nur geben, wenn es im Gegenzug auch negative Dinge gibt, durch die wir lernen die guten von den schlechten Momenten zu unterscheiden. Als logische Konsequenz heißt das, Glück ist vergänglich, Glück ist immer nur ein Augenblick. Genauso wie Pech oder etwas anderes Schlechtes. Aber wenn wir mal ehrlich sind, besteht das Leben nicht eigentlich hauptsächlich aus ganz viel Normalität und Alltag zwischen diesen beiden Polen?

Glück an sich hat für mich außerdem eher etwas mit Zufall zu tun. Meine Mama verwendet gerne die Redewendung "das Glück des Tüchtigen", wenn meine Arbeit wertgeschätzt wurde, ich Lob oder Anerkennung bekommen habe. Ich antworte darauf meist mit einem Schulterzucken. Sehr gerne würde ich an diese Redewendung glauben, denn sie tröstet. Aber mir zeigt das Leben einfach nicht, dass man sich gute Momente erarbeiten kann bzw. dass jeder, der nur schön fleißig (an sich) arbeitet, tut und macht auch den "gerechten" Lohn dafür bekommt.

THE BRIGHT "SIGHT" OF LIFE

Wenn ich an Glück denke, muss ich sagen zufrieden sein ist auch manchmal ganz ausreichend. Humor ist für mich auch ein Schlüssel, nicht immer unglücklich zu sein. Zumindest damit mal die Perspektive zu wechseln. Was läuft grad alles eigentlich ganz gut? Entspannt zu sein fühlt sich gut an, Ruhe genießen zu können, ein warmes Plätzchen zu haben. Mit sich im Reinen sein macht unbewusst ebenfalls sehr ausgeglichen und um nicht zu sagen: glücklich. ;) Vielleicht macht ihr euch das ja auch gerade in diesem Augenblick, wo ihr diese Zeilen lest, bewusst.

Unterm Strich jedoch muss man sich auch irgendwie eingestehen, dass man dieses Ding namens Zufall, das was manche Schicksal nennen, nicht in der Hand. Liebe...Kinder...Gesundheit... Manchmal öffnen sich unverhofft Türen, manchmal schlägt das Schicksal derbe zu und wirft einen zu Boden. Der Punkt für mich ist aber die Zeit dazwischen und das soziale Netz, was man sich für solche Fälle aufbaut. Denn was kann man gegen das Schicksal unternehmen? Genau: gar nichts.

Das einzige Gesunde, was man dagegen bzw. mit diesem mitunter sehr lähmenden, hoffnungslosen Fakt tun kann, ist ihm nicht zu viel Raum in seinen Gedanken zu geben, im Moment zu leben. Was "Carpe diem!" in den 1990ern war, läuft heute unter dem Label "Achtsamkeit" oder auch "Entschleunigung". Das Prinzip dahinter ist dasselbe geblieben: Schalt mal einen Gang runter, atme durch, schau dich um, geh in dich und werd dir deiner selbst bewusst.
 
GLÜCKSTRAINING

An dieser Stelle möchte ich auch über ein für mich besonderes Buch sprechen. Es hilft mir seit einigen Jahren immer wieder zur Ruhe zu kommen, abzuschalten, zu differenzieren: "Mein Glückstrainingsbuch" von Heide-Marie Smolka.
 
Dieses Buch lehrt Achtsamkeit, den schönen Momenten mehr Raum zu geben und zwar nicht nur vom Zeitanteil her, sondern v.a. vom gedanklichen Anteil her. Es lehrt Vorfreude und Nachfreude. Es lehrt zwischen verschiedenen Lebensbereichen zu unterscheiden und Abstufungen in deren Bewertung auf der "Glücksskala" vorzunehmen. So wird das, was gerade nicht so optimal läuft und alles andere überstrahlt in eine, und zwar nur eine, Kategorie verwiesen. Und das, was eigentlich gut läuft oder zumindest ok ist, wird sichtbar. Das Buch lehrt, dass jede Situation verschiedene Sichtweisen hat.






















Das schönste aber ist, dass das Glücktrainingsbuch ein Arbeitsbuch ist. Man wird aufgefordert Kreuzchen zu machen, Tabellen auszufüllen, einzelne Aspekte auf Skalen einzutragen, Listen zu erstellen. Zum Beispiel möglichst viele schöne Dinge aufzuschreiben, "Dinge", die man nehmen, aber auch geben kann - ohne Geld versteht sich - und man wird dazu angehalten auch ja in allen fünf Sinnen zu denken. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass man alte Hobbies, Gewohnheiten oder Orte wiederentdeckt, die einem doch mal so gut taten. Am praktischsten für den Alltag finde ich zum Beispiel das so genannte Entscheidungsdreieck: Love it - Change it - Leave it. Googelt mal danach.



Unterm Strich erzählt das Glückstrainingsbuch davon, wie wir die negativen Gedanken im Zaum halten können. Verbringt Zeit mit euren Liebsten, probiert Neues aus, lebt im Moment. Denn an all die schlimmen Dinge zu denken, die eventuell, möglicherweise oder sogar gewiss kommen werden, verderben euch den Augenblick. Und wenn ihr es zulasst wahrscheinlich sogar die ganze Zeit bis zu jenem Tag. Durchdenkt jene bedrohliche Situationen kurz, seid vorbereitet, macht euch einen Plan  - insofern es etwas zu planen gibt - und dann beschäftigt euch konsequent mit etwas anderem.

Jetzt habt ihr vielleicht den Eindruck, dass ich der positivste Mensch auf Erden bin, aber falsch gedacht. An diese Dinge muss ich mich selbst auch immer wieder erinnern, denn gerade bei Stress vergesse ich alle guten Vorsätze. Meine Gedanken gleichen dann einem Karussel, sehr assoziativ und unlogisch. Ich merke auch körperlich, wenn es mir nicht gut geht: mein Nacken verspannt sich, ich bekomme Kopfschmerzen. Auch die schönen Dinge nach Feierabend oder am Wochenende kann ich dann nicht mehr genießen, bin unruhig. Bei Treffen mit Freunden zum Beispiel läuft es dann so:  Ich bin nicht mit ganzem Herzen dabei, weil da scheinbar so vieles anders ungeklärt ist. Für Hinterher gibt es eigentlich nur zwei Varianten: Entweder ich hatte eine großartige Zeit und wurde abgelenkt, fand ein offenes Ohr oder ich bereue nicht im Augenblick gewesen zu sein. Schlecht gelaunt, zu ruhig wahrscheinlich, vielleicht ungeduldig und unschlüssig. Auf jeden Fall war ich kein guter Zuhörer. Und mich selbst mitteilen und aus meinem Grübel-Universum rauskommen konnte ich mal schon gar nicht.

...Dies waren nur ein paar Gedanken, ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Logik.

An dieser Stelle würde mich jetzt interessieren: Welche "Strategien" ihr habt, wenn es euch mal nicht so gut geht. Was macht euch glücklich? Was holt euch in das Hier und Jetzt zurück?

Bei mir sieht das so aus:





In diesem Sinne, lebt im Augenblick und freut euch an den kleinen Dingen! Ich wünsche es euch!
 
Alles Liebe! ♥
Eure Katharina

P.S.: Ich freue mich über jeden Kommentar. Wenn ihr mal reden müsst, schreibt uns.
 

Fall in Love #HerbstTAG | MakeUp: Dusty golden peach

04 November 2015

 
Hallo ihr Lieben!

Es ist Anfang November und was mache ich hier eigentlich noch mit einem Herbst-TAG? Oh man... Bis ich mich dieses Jahr in den Herbst eingefühlt hatte, war es irgendwie schon Ende Oktober. So ist das halt. Aber versprochen, ist versprochen, denn die liebe Tina von Beautiful way of life hat auf ihrem Blog den Fall in Love #HerbstTAG gestartet und da möchte ich, Katharina, mich nun heute endlich mit einem Beitrag anschließen! :) (Heißt, bevor es Winter wird... ;) )

Entschieden habe ich mich für den Bereich MakeUp, da das schon mit meine größte Leidenschaft ist und ich da wieder mehr Abwechslung rein bringen möchte. Außerdem haben wir hier auf unserem Blog bisher nur ein einziges Tutorial veröffentlicht - kann man das glauben?

Allgemein wird Herbst-MakeUp meist dominiert von Beerentönen, die auf den Lippen und Wangen landen. Ich finde diese Farben wunderschön, mich persönlich lassen dunkle Beerentöne auf den Lippen, besonders wenn sie matt sind, jedoch immer sehr alt und ernst aussehen. Daher habe ich mich bewusst für ein anderes Farbspektrum entschieden. Auch die liebe Tina ist da irgendwie schon mit ihrem Beitrag aus diesem Farbrahmen gefallen, was ich sehr inspirierend fand. :)
 
Herausgekommen ist bei mir ein sehr typspezifisches, subtiles MakeUp und damit sicher nicht jedermanns Sache. Ich hoffe dennoch, es gefällt euch und gibt im besten Falle ein wenig Anregung auch andere Farbtöne sprichwörtlich im Augen zu behalten. ;)
 
Alle benutzten Produkte findet ihr am Ende des Beitrags. Aber nun erstmal viel Spaß mit den Fotos:


 



Folgende Produkte sind zum Einsatz gekommen:



Catrice - Absolute Eye Colour (Mono)
"340 Ooops...Nude Did it Again!"
Catrice - Absolute Eye Colour (Mono)
"450 Oh, It's Toffeeful!"
P2 - Color Up! Eye shadow (Mono)
"170 Coffeeshop Queen"
Manhattan - Multi Effect Eyeshadow
"69S Velvet Vision"
 
Die Besonderheit des Ganzen ist also ein gold-kupfer umrandetes Auge - ich hoffe ihr könnte das in den Fotos erahnen. Eine gute und kräftige  Alternative wäre sicherlich ein goldener Liquid Eyeliner. Mit ein wenig schwarzem Kajal auf der oberen Wasserlinie und am oberen Wimpernkranz sowie Mascara sieht das dann ungefähr so aus (das Licht hat wie immer verrückt gespielt^^):



Auf die Wangen kam dann ein peach-farbenes Rouge von H&M, das es inzwischen nicht mehr zu kaufen gibt (ich habe aber leider noch keinen aktuell erhätlichen Ersatz gefunden):

H&M - Blusher
"12 Dazzling Peach"

Und auf die Lippen hat es dann ein entsprechender bräunlicher Koralle-Ton geschafft, der für mich eigentlich den ganzen Look ausmacht:

Catrice - Ultimate Stay Lipstick
"030 Wood You Love Me"

Ach ja, und zu guter Letzt möchte ich euch natürlich meine kleine Styling-Inspiration nicht vorenthalten. Farbähnlichkeiten - besonders in der unteren Gesichtshälfte - sind mit Sicherheit nicht zufällig. ;)

Original und Fälschung (mein Katerle) ;)

 
Ich hoffe, dass kleine Tutorial hat euch ein wenig Spaß gemacht! :)
Kommt gut durch den Herbst!

Eure Katharina
☂ ☂ ☂

Magnet-Lesezeichen (Moses Verlag)

01 Juli 2015


 
Hallo ihr Lieben,

ich (Katharina) möchte mich heute einem wie ich finde auf Buch-Blogs eher vernachlässigten Thema widmen: dem Buchzubehör, um genauer zu sein: LESEZEICHEN.
Vielleicht liegt es daran, dass immer mehr Leute ihre Bücher im digitalen Format lesen und Dinge wie Buchstützen oder Leselampen damit überflüssig werden. Diana und ich zumindest gehören noch zu denjenigen, die Bücher sehr gerne in gedruckter Form lesen und das sensorische Erlebnis nicht missen wollen. :)
Hier seht ihr meine kleine Sammlung:

 

 
Es handelt sich um dünne Magnetlesezeichen des Schweizer Moses-Verlags.
Die Magnet-Lesezeichen bekommt man mit unterschiedlichen Motiven in 3er-Sets für je 2,95€ in Schreibwarenläden, hier in Leipzig z.B. auch bei Thalia. Man klippt sie von oben um eine Seite, so können sie nicht aus dem Buch herausfallen.
Ich suche mir gerne soweit es geht ein Lesezeichen passend zum Buchinhalt aus - das macht dann gleich viel mehr Vorfreude aufs Lesen. Damit erklärt sich wohl auch meine etwas umfangreichere Sammlung. ;) 
Ein absoluter Vorteil ist, dass diese Lesezeichen wirklich an der markierten Seite haften bleiben.
Ein kleiner Nachteil jedoch, dass der überstehende Teil des Lesezeichens beim Transport schnell mal umknicken kann, besonders wenn dieser Teil eher lang und schmal ist. Sie brechen zwar nicht gleich ab, aber nach ein paar Mal haben sie dann deutlich gelitten.
Da ich meist zuhause lese, ist das für mich aber ok.

Hier sind einige meiner Lieblingssets:

 
 




 

Vor ein paar Monaten  habe ich dann die Metalllesezeichen entdeckt. Sie sind etwas kleiner und funktionieren wie eine Büroklammer. Ein 5er-Set ist für 3,95€ zu haben. Ich finde die Katzen-Version super süß, das Verpackungsdesign finde ich hier auch super gelungen! Leider sind sie doch sehr hart, so dass sie deutliche Abdrücke auf der Seite hinterlassen. Die Bilder dazu wollte ich euch dennoch nicht vorenthalten ;)

 




Liebe Grüße
Eure Katharina 
 

Rezept: Auflauf mit Marktgemüse (vegetarisch)

10 Juni 2015


Hallo ihr Lieben,

der Sommer hat in den letzten Wochen seine Fühler ausgestreckt. Das ist die Zeit, in der ich verstärkt Lust auf Obst habe, doch abends habe ich dann doch gerne etwas Warmes auf dem Teller, was aber gleichzeitig nicht zu schwer sein darf. Neben Suppe finde ich einen Gemüseauflauf eine super Alternative. Das Rezept, was ich euch heute vorstellen möchte, enthält neben Möhren, Zucchini und Kohlrabi (ich LIEBE gekochten Kohlrabi) auch Walnüsse, die einen schönen Kontrast zur ansonsten eher weichen Textur des gekochten Gemüses bilden.
Los geht's:

Zutaten (für ca. 3 Personen):
- 5 Möhren
- eine Zucchini
- 1 großer Kohlrabi
- 1 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
- 750-1.000 ml Gemüsebrühe (z.B. Alnatura), Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie
- 1 Becher Sahne (ich nehme gerne Saure Sahne, auch wenn sie etwas klumpt)
- 1 Handvoll geriebenen Parmesan
- 1/2 Packung Gratinkäse (z.B. Emmentaler)
- Butter zum Einfetten der Auflaufform





Auch für den Nicht-Vegetarier meines Haushaltes
gab's was zu gucken, hihi



Schritt 1: Gemüse in gleich große Stücke schneiden und ca. 15 - 20 min in Gemüsebrühe und Petersilie kochen (die Brühe sollte das Gemüse fast bedecken)





Schritt 2: Auflaufform einfetten, gekochtes Gemüse hineingeben und mit Gemüsebrühe übergießen (Menge nach Belieben, ich persönlich mag es gerne wässriger)



Schritt 3: Saure Sahne, geriebenen Parmesan und Walnüsse unterrühren; mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken



Schritt 4: Gratinkäse darüber geben und im Backofen nochmal ca. 15 - 20 min bei ca. 180°C backen lassen


 
Et voilá!



Guten Appetit!
Eure Katharina


Weitere vegetarisch-herzhafte Rezepte von uns:
Feldsalat mit Kartoffeln, Feta und Walnüssen
Warmer Bulgur-Salat mit Kichererbsen