Benjamin Booker | Music Monday #92

14 November 2016

Hello Ladies and Gentlemen!

Wie geht es euch heute? Am Montag? Am Montagmorgen? Am Montagabend? In diesem Moment, in dem ihr gerade ein bisschen Ruhe gefunden habt, um online ein wenig Zerstreuung zu suchen, hihi? Falls ihr hier und heute in der Hoffnung reingeklickt habt, ein wenig Musik kennenzulernen, die das Potenzial hat euch durch den typischen Montagshänger zu powern, seid ihr genau richtig! :) Ich, Katharina, habe euch heute eine Song im Stile der Libertines mitgebracht. (Ich weiß, Vergleiche hinken immer etwas, also belassen wir es zunächst einfach dabei.) Ein Stück schnellen Blues-Rock in seinem dreckigsten, kraftvollsten, ehrlichsten und ursprünglichsten Gewand: Benjamin Booker mit "Violent Shiver".

Benjamin Booker - "Violent Shiver"

Where I'm going, I go in.
Where I'm going, I never know.

Dreckige, kraftvolle Rockmusik - habe ich euch zuviel versprochen? Einen unverkennbaren Blues-Einschlag, möchte ich noch hinzufügen. Und dazu eine Botschaft, die man in viele Richtungen interpretieren kann, vor allem aber in die geschichtliche und politische interpretieren muss. Kommt man nicht vorbei, sorry. Darf man einfach auch nicht drum rum kommen. Zu meiner Schande muss ich jedoch gestehen - manchmal ist man einfach komplett blind, Leute! - dass ich bis zu diesem Bericht nicht mitgeschnitten habe, dass es sich bei Benjamin Booker um einen Afro-Amerikaner handelt. Sein Album besitze ich seit zwei Jahren, aber wenn man halt nur auf einen CD-Player starrt, statt mal ins Booklet zu schauen oder online nach Musikvideos zu suchen, kommt dann halt sowas raus... Lassen wir an dieser Stelle die Peinlichkeit jedoch bitte friedlich davon fliegen, sonst wird es für mich extrem unangenehm. Ähem.

Into the fire, half heart, you appoint me lover
With a cord around your neck can I ever love her?
Try your best to just stay sane
I try to placate with no shame.


Violent Shiver. Unendliches Leid und jede Menge Wut und Seele stecken in diesem kraftvollen und wütenden 3-Minuten-Song. Wie eine kurze Ohrfeige, ein Rütteln an den Schultern trifft er einen und lässt einem nach dem Hören wacher zurück als vorher. So roh und nahbar, dass man sich im Geiste schon im Publikum auf einem seiner Konzerte sieht. Dabei hört man bei jeder Note seine Wohn- und Wirkungsorte Nashville, Virgina, New Orleans, einfach die Südstaaten an sich, heraus. Und doch ist es eben das Gegenteil vom "Lonesome Cowboy" mit spitzen Stiefeln und Mundharmonika, sondern die Blues-Interpretation des Ganzen.

Let's go down, no talk, with a violent shiver
Attack first, you always deliver
If I go down with a gun to my head
Just remember what I said
We found a way.


Benjamin Booker. Ein Künstler, der sich so extrem in die Musik reinhängt und sie mit Leben füllt. Singen mehr für die eigene Erlösung als für die Zuhörer. Nicht selten sieht man ihn in seinen Musikvideos leidend, zu Tränen gerührt. - Wachrütteln und nach außen tragen, statt sich innerlich mit der Negativität zu vergiften. Dieses Gefühl überträgt sich beim Hören sehr auf mich selbst. Ja, da kann man sich echt was abschauen. Word.


Sein selbst betiteltes Debüt-Album "Benjamin Brooker" landete bei seinem erscheinen vor zwei Jahren unter den 50 Platten des Jahres meiner liebsten Musikzeitschrift. An der Stelle hätte ich gerne den Artikel zitiert, der mich so neugierig gemacht hat. Auf der anderen Seite, kann es einfach nicht besser werden, als was ihr hier zu hören bekommt. Die Musik spricht für sich selbst. Ich will heute auch gar keine Biographie zitieren, sondern an dieser Stelle nur plain and simple sagen: Wenn euch der Sound gefällt, hört euch das Album an. Ich persönlich hoffe, dass nach diesem Debüt einfach noch ganz, ganz viel von ihm kommt! 

Menschen, die ihr wahres, schlechtestes Gesicht zeigen, einen hintergehen und enttäuschen ohne das man es kommen sah  - das ist heute das musikalisch untermalte Thema bei Maja auf DoubleBlushed. Musik kann zumindest über diesen ersten Schmerz und die Wut hinweg helfen.

Alles Liebe für diese Woche!
Eure Katharina

Kommentare:

  1. Ich liebe deinen Text. <3 Langsam gehen mir wirklich die Worte aus, wie lässt sich das noch beschreiben? Wunderbar geschrieben, immer wieder auf's Neue wie eine neue Welt kennen zu lernen. I like.

    Alles Liebe für die Woche! <3

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    1. Merci, merci! 💜 Aber ist der Musikstil denn auch was für dich? Das würde mich brennend interessieren! 😅

      Alles Liebe! 😘
      Katharina

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    2. Hm. Ich find's jetzt nicht grässlich, sondern recht angenehm und könnte mir schon vorstellen, das hin und wieder zu hören, aber fällt mir momentan bissl schwer, weil der Song zu 100% jemandem gefallen hätte, der halt nicht mehr in meinem Leben ist. You know what I mean.

      <3

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  2. Bin leider erst vor kurzem auf euren Blog aufmerksam geworden, aber der Music Montag ist so cool! Finde ich eine wirklich tolle Idee!

    Liebste Grüße,
    Flo

    http://most--hated.blogspot.co.at

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    1. Hallo Flo,

      herzlich willkommen! 🙈 Das freut mich riesig, dass dir dieses Reihe gefällt! Schön, dass du deinen Link da gelassen, da schau ich gern vorbei!

      Liebe Grüße
      Katharina

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  3. Hört sich wirklich gut an 😊😉 danke für deine Tipps, die du uns hier immer präsentierst,
    Glg Tina

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    1. Hallo Tina,
      Du bist lieb! Freut mich sehr, dass du meinen Aufwand zu schätzen weißt 🙈😅 Ich Versuch mir immer sehr viel Mühe zu geben und die Kategorie bedeutet mir echt viel, darum freue ich mich immer über die Rückmeldung, auch wennn ich grad irgendwie selbst kaum Zeit zum Bloglesen und kommentieren habe.
      Alles Liebe
      Katharina

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  4. Wow wieder mal ein super toller Bericht den ich nahezu verschlungen habe! Der Song gefällt mir super :) Ich hatte mal einen Künstler, da dachte ich ewig das wäre eine Frau, bis mir mal jemand sagte, dass es ein Mann ist :D ich kann deine Peinlichkeit also ein bisschen verstehen :D Weiß leider gerade nicht mehr, wie der Künstler hieß, sollte es mir wieder einfallen, lass ich es dich wissen, dann kannst du dich davon überzeugen dass er wie eine Frau klingt :D
    Liebe Grüße, Mona <3

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    1. Die Band die ich meine heißt "Rhye" habe gerade nochmal nachgeschaut :D Hör dir mal was an, aber am besten keinen live auftritt, sondern eine Studio Aufnahme und schau nicht hin während gesungen wird und ich schwöre dir du wirst denken da sing eine Frau :D Das war so ein "Mindfuck" wenn man es so ausdrücken will, als ich das erfuhr :D

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    2. Hallo liebe Mona,
      Wie toll, dass dir der Beitrag wieder gefallen hat. Das freut mich unheimlich!
      Das mit den Assoziationen zu Künstlern und Songs ist echt verrückt oder? In den Künstler werde ich auf jeden Fall mal reinhören, klingt ja echt interessant! Meine Liste wächst. 😅👌
      Alles Liebe
      Katharina

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